Der nackte Genusssinn

Im the naked indigo im Salzburger Europapark denken Gastronom Niko Raschhofer und sein Team Fast Food von Grund auf neu. Ihr Ziel: Auch den Allesessern da draußen die wunderbare Welt der fleischlosen Kulinarik mit raffinierten vegetarischen und veganen Porridges, Bowls, Curries & Co. schmackhaft zu machen. Schnell, unkompliziert – und auf hohem Niveau.

Der nackte Genusssinn

Gespräch mit Niko Raschhofer

Im the naked indigo im Salzburger Europapark denken Gastronom Niko Raschhofer und sein Team Fast Food von Grund auf neu. Ihr Ziel: Auch den Allesessern da draußen die wunderbare Welt der fleischlosen Kulinarik mit raffinierten vegetarischen und veganen Porridges, Bowls, Curries & Co. schmackhaft zu machen. Schnell, unkompliziert – und auf hohem Niveau.

Der Name Raschhofer ist in der österreichischen Gastronomieszene kein unbekannter. Seit über 30 Jahren zählt der Salzburger Heiner Raschhofer mit den Fast Good-Konzepten seiner Soulkitchen Gruppe – darunter unter anderem 17 my Indigo- und drei Glorious-Bastards-Lokale sowie Barefoot Coffee – zu den erfolgreichsten und innovativsten Gastrogrößen des Landes. Der Mann hat zweifelsfrei ein goldenes Händchen für Kulinarik-Konzepte, die am Puls der Zeit und meilenweit von klassischem Fast Food-Futter entfernt sind. Und dieses Händchen dürfte wohl vererbbar sein, denn seit etwas mehr als einem Jahr beweist auch Sohn Niko Raschhofer, wie zeitgemäßes Casual Dining auf hohem Niveau geht. Im Dezember 2020 eröffnete er gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner Julian Sander im Salzburger Europapark das the naked indigo. Angelehnt an das My Indigo-Konzept, aber eben „nackt“. Das will erklärt werden.

Auf die Schnelle besseressen

NAKED steht für ‚No Animals Killed, Energizing Dishes Only‘, und bezieht sich auf die Zutaten und die Art der Zubereitung der Speisen im naked indigo“, sagt der 27-Jährige, der schon seit Jahren kräftig im väterlichen Betrieb mitmischt. Die Idee, ein eigenes vegetarisches beziehungsweise veganes Fast-Good-Konzept auf die Beine zu stellen, schlummerte schon länger in ihm, wie er sagt. Als im Erdgeschoß des Salzburger Einkaufszentrum im Herbst 2020 überraschend eine Lokalfläche frei wurde, nutzte Niko Raschhofer die Chance und setzte die Idee in die Tat um. „Dank der perfekt funktionierenden betrieblichen Struktur der Soulkitchen-Gruppe im Hintergrund konnten wir das Konzept glücklicherweise auch so schnell umsetzen und mehr oder weniger ganz befreit drauf losarbeiten“, sagt Niko Raschhofer.

Als Missionar der fleischlosen Küche habe er sich bei alledem aber nie gesehen, betont Raschhofer, der selbst kein Vegetarier ist. „Wir wollten den Besuchern des Europaparks, aber auch den vielen Menschen, die in der Nähe arbeiten, einfach eine unkomplizierte, schmackhafte und gesunde vegetarische Alternative zu gängigen Fast-Food-Konzepten bieten.“, sagt er. „Es gibt nunmal immer mehr Leute da draußen, die sich ein tolles, warmes Frühstück oder ein gesundes, schmackhaftes Mittagessen wünschen, das schnell zubereitet ist, und das sie entweder in einem gemütlichen, stylischen Ambiente vor Ort essen oder einfach mitnehmen können. Und tatsächlich sind die meisten unserer Gäste ja auch gar keine strikten Vegetarier, sondern Fleischesser, die ihren Fleischkonsum bewusst einschränken, aber auf nichts verzichten möchten.“

Gemüse first!

Müssen sie auch nicht, denn das kulinarische Angebot im the naked indigo ist so breit wie abwechslungsreich: Neben verschiedenen Porridges zum Frühstück und Suppen steht fleischloses Soulfood in Form von Curries – bei naked indigo „Hot Pots“ genannt –, Salad- und Buddha-Bowls auf dem Programm. Die Basis der Hot Pots und Buddha Bowls bilden wahlweise Reis, Quinoa, ein Karfiol-Quinoa-Mix, Grillgemüse oder Reisnudeln, Salat, frische Sprossen, Tomaten und würziger Kerbel, die mit allerlei frischem Gemüse, Gewürzen, Saucen und Dips aufgemotzt werden, und dann etwa als „Miso Red Cabbage Bowl“ oder „Veggie Butter Chicken“ über den Pass gehen.

Dass bei deren Zubereitung ausschließlich qualitativ hochwertigste, frische Grundprodukte – viele davon in Bio-Qualität – zum Einsatz kommen, ist für Raschhofer und sein Team rund um Küchenchef Jonas Posselt selbstverständlich. „Wir arbeiten schon auch mit Fleischersatzprodukten aus Sojabasis, etwa beim vegetarischen Butter Chicken und beim Veggie Chili … aber das ist eher die Ausnahme“, sagt Raschhofer. „Unsere Küche ist eigentlich von Grund auf plant-based, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte spielen da ganz klar die Hauptrollen. Wir lassen die pflanzlichen Grundzutaten und das geile regionale Gemüse, mit dem wir hier arbeiten dürfen, lieber für sich sprechen, und holen geschmacklich das Beste raus.“ Um das als Küchenchef zu schaffen, müsse man natürlich schon ein Grundverständnis für die fleischlose Küche mitbringen und sich mit verschiedenen Kochtechniken, Gewürzen & Co. ein wenig intensiver auseinandersetzen. Vor allem dann wenn, wie in der naked indigo-Küche, keine Zusatzstoffe verwendet werden. „Aber auf ansprechendem Niveau fleischlos zu kochen, ist im Grunde keine Raketenwissenschaft“, betont Raschhofer. 

„Ich glaube, wenn man Spaß am Kochen und Tüfteln hat, einen gewissen Anspruch an die Qualität der Grundprodukte und ehrliches Interesse für fleischlose Kulinarik mitbringt, dann ist das schon die halbe Miete.“

Niko Raschhofer

Expansion gen Westen

Apropos Miete: In Kürze eröffnet Niko Raschhofer am Innsbrucker Marktplatz naked indigo
Nummer 2. „Der Erfolg des naked indigo im Salzburger Europapark zeigt, dass wir mit unserer Idee von vegetarischem ‚Fast Good‘ auf dem richtigen Weg sind. Und Innsbruck ist eine super Stadt mit jeder Menge junger Leute, ich bin also ziemlich sicher, dass wir die Gäste dort mit unserem Angebot auf ganzer Linie abholen werden.“

Jetzt kostenlos Newsletter abonnieren!

Sie möchten vor allen anderen über Wochenangebote, aktuelle Aktionen und Veranstaltungen bei Transgourmet Bescheid wissen? Dann gleich wöchentlichen Aktions-Newsletter abonnieren.